Aktuelle Meldungen vom NABU Stuhr


26.7.2017:   Glück im Unglück

Ein in der Gebrüder-Grimm-Straße befindliches Mehlschwalbennest zerbrach unter der Last der heranwachsenden Jungvögel. Zwei Junge wurden durch aufmerksame Bewohner aufgelesen und fanden im Garten in einem Kinderspielhäuschen eine sichere Unterkunft für die Nacht. Wie und womit versorgt der Mensch junge Mehlschwalben, wenn diese partout ihren Schnabel nicht öffnen wollen? Womit zu füttern ist, erfuhren wir von der Vogelpflegestation in Rastede – aber wer traut sich das zu, den zwei Nestlingen gewaltsam den Schnabel zu öffnen, um die benötigte Nahrung zuzuführen. Dann erhielten wir die Anschrift von Yasmin Boeck, die im Teufelsmoor eine kleine Vogelpflegestation betreibt. Dankenswerterweise hat Erich Sigloch die abendliche Tour ins Teufelsmoor auf sich genommen und konnte die zwei Mehlschwalbenkinder in kompetente Hände übergeben. Weshalb sie hier freiwillig die Schnäbel öffneten, um Futter aufzunehmen, bleibt uns ein Rätsel.

Ein Dank gilt auch der Familie Niemann/Klee und der Frau Ahlers, die sich zuvor umsichtig und rührend um die zwei Unglücksvögel gekümmert hatten.


15.6.2017:  Der NABU, vertreten durch die örtliche Ortsgruppe Stuhr e.V. und der Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen e.V. verleihen der Evangelischen Kirchengemeinde Heiligenrode die Auszeichnung LEBENSRAUM KIRCHTURM als Dank und Anerkennung für ihr besonderes Engagement im Natur- und Artenschutz.

 

- Schneller Erfolg im Kirchturm –

 

Schon kurz nachdem im Kirchturm der Evangelischen Kirche in Stuhr-Heiligenrode unter erschwerten Bedingungen, aufgrund der Enge, durch den Naturschützer Herrn Erich Sigloch vom NABU Stuhr mit Unterstützung des Lehrers Herrn Matthias Breitkreuz und mit Genehmigung des Kirchenvorstands ein Nistkasten für Turmfalken angebracht wurde, konnten vor 1 Woche 5 Eier bei einer ersten Inspektion gezählt werden. In ca. 3-4 Wochen kann dann schon mit den ersten jungen Ausflüglern gerechnet werden. Zurzeit herrscht ein reger Flugbetrieb der beiden Elternvögel rund um das Einflugloch.

 Eine Plakette symbolisiert dieses ausgezeichnete Engagement am nördlichen Eingang der Kirche. Bei der Übergabe waren der NABU Stuhr e.V. durch den Vorsitzenden Herrn Jörg Böttcher und durch den Initiator und Ausführenden Herrn Erich Sigloch vertreten. Die Heiligenroder Kirchengemeinde als Hausherr wurde durch die 2. Vorsitzende des Kirchenvorstands Frau Dorothea Bätjer vertreten.

 

Der NABU Stuhr wird ebenfalls die evangelischen Kirchengemeinden in Stuhr und Brinkum ansprechen, denn auch dort sind schon seit geraumer Zeit erfolgreich Nistkästen für Turmfalken, die aber auch von Dohlen und Schleiereulen genutzt werden, im Einsatz.


22.7.2017: Rita Wolff und Lore Friedrichs aus unserer Fachgruppe Nisthilfenbetreuung haben im Biotop in Moordeich neue Nistkästen aufgehängt. Nachfolgend 2 Links zu Berichten in unseren Tageszeitungen.


14.7.2017: Am Gut Varrel fand heute die zweite Ferienspassaktion des NABU-Stuhr statt. Mit 9 Kindern wurden aus vorgefertigten Teilen Futtersilos für die Gartenfütterung unserer Wildvögel gefertigt. Es war schmirgeln, bohren, schrauben und malen gefragt. Mit einer eins zu eins Betreuung hat alles geklappt. Klein und Groß hatte Spass.



Das Basislager für den Tag.
Das Basislager für den Tag.
Beim Keschern wurden sogar die Betreuer meditativ.
Beim Keschern wurden sogar die Betreuer meditativ.

7.7.2017: Im Zuge des Stuhrer Ferienspass fand  wieder die schon traditionelle Fahrt des NABU-Stuhr zum Schullandheim Dreptefarm in Wulsbüttel statt. Es nahmen 25 Kinder aus Huchting und Stuhr, sowie 6 Betreuer teil. Wir waren von 09.00 bis 18.30 unterwegs, für viele hätte es noch länger dauern können.

 

Beim Eselreiten
Beim Eselreiten

Exkursion in der Steller Heide 2017
Foto: Jörg Böttcher

28.5.2017: Vogelexkursion durch Steller Heide/Dünsener Bachniederung

Pünktlich um 8 Uhr hatten sich 10 Erwachsene und 2 Kinder auf dem Parkplatz der Steller Heide eingefunden, um an dem 3-stündigen, morgendlichen Spaziergang durch die Steller Heide und die Dünsener Bachniederung teilzunehmen. Es war gewittriger Regen angekündigt. Dieser trat auch prompt ein, hat den Rundgang aber nicht nennenswert beeinträchtigt. Die Sangesfreude von Buchfink, Rotkehlchen, Mönchgrasmücke, Fitis, Zilpzalp und Gartenrotschwanz war nicht zu überhören. Auf den Gesang des Baumpiepers oder der Goldammer mussten wir lange warten, denn die früheren Charaktervögel der Feldflur sind relativ selten geworden. Ein Braunkehlchen-pärchen hat ein Dornengestrüpp als Brutplatz gewählt und ließ sich dort, für alle gut sichtbar, beobachten. Auf einer frisch gemähten Wiese wurde ein Austernfischer als Nahrungsgast angetroffen. Insgesamt konnten 37 Vogelarten wahrgenommen werden. Das unterstreicht deutlich die Wichtigkeit dieses schützenswerten Gebietes.


Bargerveen
Bargerveen
Provinzialmoor
Provinzialmoor

21.5. - 24.5.2017: Die diesjährige Orni-Tour des NABU Stuhr e.V. führte uns  in den internationalen Naturpark Bourtanger Moor - Bargerveen, gelegen im Grenzgebiet zwischen dem Emsland und den Niederlanden. Für alle Teilnehmer war dies eine inhalts- und sehr lehrreiche Tour. Mit der Biologin Frau Dr. Hirndorf und dem niederländischen Ornithologen Erik Bloeming hatten wir an 2 Tagen sehr fachkundige, lebendige Führungen, die unser Wissen um die Entstehung, Besiedlung, Nutzung und zukünftige Gestaltung dieser einmaligen Landschaft erheblich erweitert haben. Ergänzend dazu hatten wir eine 2-stündige Führung durch das Moormuseum und tags darauf den Besuch im Erdölmuseum in Twist. Wie immer auf diesen Fahrten wurde eifrig Ausschau nach bekannten oder unbekannten Vögeln gehalten. Auf 79 unterschiedliche Arten sind wir gekommen. Aussichtsplattformen am Rande der Schutzgebiete ermöglichen hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten ohne dass dabei der Mensch als Störenfried auftritt. Auf den abgetorften, wiedervernässten Flächen kann und soll sich die Natur frei entfalten. Hierbei sind uns die Niederländer um Jahre im Voraus. Im Gasthof Robben in Twist, OT Hebelermeer konnten wir uns nach den anstrengenden Tagestouren bestens erholen und ein Resümee des Tages ziehen. Vor unseren Augen spielten sich Teile des örtlichen Schützenfestes ab, was sehr unterhaltsam war.



Foto: Jörg Böttcher
Foto: Jörg Böttcher

6.5.2017: Die 19.  vogelkundliche Führung  rund um das Gut Varrel fand bei bedecktem aber trockenem Wetter  statt.  Der  NABU  Hobbyornithologe Uwe  Weitemeier begrüßte 13 interessierte Personen zu dem zweistündigen  Rundgang.  Insgesamt 27 Vogelarten konnten mit den Augen oder den Ohren  wahrgenommen werden. Gesanglich lagen Mönchgrasmücke, Zilpzalp und  Zaunkönig in der Spitzengruppe. Aber auch Rotkehlchen, Singdrossel und  besonders die seltene Misteldrossel taten sich  durch ihren markanten Gesang  hervor. Eine Stockentenmutter führte erstmalig ihre  acht Küken auf der Varreler  Bäke aus.

In der Fischtreppe stand wie versteinert ein Graureiher und wartete geduldig auf das vorbeischwimmende Futter. Ein scheues Reiherentenpärchen zeigte sich nur kurz auf einer Wasserfläche in den Fischteichen. Blau- und Kohlmeisen, Stare und Dohlen wurden sowohl bei der Nahrungssuche wie auch beim Anfliegen ihrer Nistplätze beobachtet. Urplötzlich erschien über einer Sportfläche ein Trupp von Mauerseglern, die offensichtlich soeben aus dem Süden zurückgekehrt sind.


8.3.2017: Neuer Vorstand mit Frauenpower. Bei der Besetzung der Vorstandsposten unseres Vereins bei der Jahreshauptversammlung wurden diesmal auch 2 Frauen gewählt. Mechthild Sperling als 2. Stellvertreterin und Vera Poetzsch als Schriftführerin. Des weiteren wurden gewählt: Jörg Böttcher als Vorsitzender, Peter Koenig als 1. Stellvertreter und Uwe Weitemeier als Kassenwart.

Nähere Informationen zu den alten und neuen Vorsitzenden ist in einem Artikel des Weserkurier zu lesen.


9.3.2017: Seit Mitte Februar sind die Störche wieder zurück in Stuhr. Mittlerweile sind fast alle Horste besetzt. In dem Nest in Blocken hat bereits das Brüten begonnen!



 

 

11.2.2017: Vom 2. März bis zum 27. April ist unser Keller im Mühlenhaus des Gut Varrel für alle Interessierten wieder geöffnet. Immer Donnerstags von 15:00 - 17:00 Uhr.